Florian Heck in worth reading

Train your brain

Warum es Sinn macht unser Gehirn zu trainieren.

Im „klassischen“ Training beschränken wir uns häufig auf das Training der konditionellen Fähigkeiten, wie beispielsweise Kraft und Ausdauer. Dies hat aus trainingswissenschaftlicher Sicht eine absolute Berechtigung und darf auf keinen Fall vernachlässigt werden. Der Aspekt des effizienten Bewegens und der damit verbundenen Bewegungssteuerung sollte zu einem ganzheitlichen Training aber auch dazu gehören. Im Train your brain Kurs bei AFORM wird genau das angeboten.

Was wird im Train your brain trainiert?

Im „Train your brain“ geht es um die Verbesserung der Bewegungsleistung und -koordination. Dabei legen wir den Schwerpunkt auf die Inputvorgänge (visuell, gleichgewichtsbedingt, muskulär), d. h. diejenigen Reize, die wir zunächst von außen wahrnehmen, im Gehirn verarbeiten und die dann zu einer Bewegung führen. Diese neuronalen Prozesse laufen im Hintergrund ab und bedingen das Endresultat einer Bewegung. Das Gehirn steuert alles und deshalb sollten wir diesem vermehrt Aufmerksamkeit schenken, um unsere Bewegungsqualität zu verbessern, Schmerzen zu lindern und die Leistung zu steigern.

Die Arbeitsweise des Nervensystems

Um ein besseres Verständnis dafür zu bekommen, was wir im „Train your brain“ trainieren, müssen wir die Arbeitsweise des Nervensystems grob verstehen.

Grob gesagt tut das Nervensystem drei Dinge:

  1. Empfangen von Input
  2. Analyse und Interpretation des Inputs
  3. Reaktion mit einem (motorischen) Output = Bewegung

Durch unsere Sinnesorgane und Rezeptoren nehmen wir Input auf. Dieser wird zum Gehirn geleitet, wo die Daten analysiert und interpretiert werden. Das Gehirn erstellt dann einen Bewegungsentwurf über die durchzuführende Handlung und sendet diesen an die Muskeln. Die resultierende Bewegung ist dann der Output. Ein Output kann jedoch auch eine Empfindung, wie etwa Schmerz sein. In den meisten Fällen passieren diese Entscheidungen unbewusst.


Im klassischen Training beschäftigen wir uns hauptsächlich mit dem Output, also der Bewegung (z. B. Squat, Ausfallschritte etc.). Nun kann es jedoch bei der Entstehung des Outputs, wie oben beschriebenen, schon viel früher zu „Fehlern“ im Prozess kommen. Für einen unsauberen Ausfallschritt, Schmerzen im Knie beim Squat, fehlender Beweglichkeit im Brustwirbelsäulenbereich (alles Output) kann der Grund eventuell beim aufgenommenen Input liegen.

 

„Ein bestmöglicher Output (Bewegung) benötigt eine optimale Aufnahme, Weiterleitung und Verarbeitung (Analyse, Integration und Entscheidungsfindung) von qualitativ und quantitativ hochwertigen Informationen“ (Lars Lienhard)

 

Woher kommt der Input ? – Die drei GPS-Satelliten des Körpers

Den sensorischen Input können wir uns bildlich als drei GPS-Satelliten unseres Navigationssystems vorstellen. Bekommen wir von allen drei GPS-Satelliten volles Signal, kann unser Navigationssystem unseren Standort exakt bestimmen und unsere Route sehr genau berechnen. Sendet ein, oder mehrere Satelliten, unzureichende, oder gar keine Signale, kommt es zu Fehlern und unser Standort und die Route können nicht exakt bestimmt werden. Dies können wir auf unseren Körper übertragen: beinhaltet der Input, den wir aufnehmen, unzureichende Informationen, so können diese vom Gehirn nicht richtig interpretiert werden und der daraus folgende Output (Bewegung, Empfindung) ist ebenfalls gestört.

Aufteilung des Inputs in 3 Bereiche

1 Innenwahrnehmung (Interozeption)

Visuelles System, Zunge, Kiefer, Atmung, Faszien, Magen & Darm,…

2 Umweltwahrnehmung (Exterozeption)

Vestibuläres System (Gleichgewichtssystem), Auditives System, Geruch, Geschmack.

3 Propriozeption

Bewegungssystem, Mechanorezeptoren.

Fazit

Wenn wir einen maximalen Output (Bewegung) erreichen wollen, müssen wir unseren Input optimieren. Jeder „GPS-Satellit“ muss ein klares Signal senden. Im „Train your brain“ Kurs von AFORM fokussieren wir uns auf diese drei „Satelliten“ und versuchen die Informationsaufnahme zu verbessern. Dadurch verbesserst du deine allgemeine Bewegungsqualität, minderst eventuell auftretende Schmerzen und kannst dadurch noch effektiver trainieren.


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